Armendienst ist Gottesdienst, sagt der Vinzi-Pfarrer Wolfgang Pucher, der Rebell der Nächstenliebe, der vor 20 Jahren das Vinzi-Dorf gründete. Eine neue Heimat für alkoholkranke Menschen, die früher obdachlos waren und in keiner anderen Institution mehr Aufnahme finden. Jeder von uns hat Klischees und Vorurteile im Kopf, ob er will oder nicht. Kein Ort, den ich kenne, trägt besser dazu bei, sämtliche Vorurteile gegenüber alkoholkranken Menschen aus den Angeln zu heben, als das Vinzi-Dorf. Es klingt kitschig, aber dieses Dorf ist ein Ort der gelebten Nächstenliebe. Mit allen Krisen und Konflikten, die dazu gehören, aber vor allem auch mit Momenten der Zuwendung und Zärtlichkeit, die Einem den Glauben zurück geben, in meinen Fall nicht an Gott, aber an den Menschen und seine Fähigkeit zur Empathie. Es gibt eine Auferstehung. Die vor dem Tod. Die im Leben stattfindet.