“Was ist deine Botschaft?” fragen mich die Leute immer wieder. Wenn ich eine Botschaft hätte, wäre ich nicht unterwegs. Botschaften sind etwas fertiges, mein Weg ist unfertig. Ich gehe nicht für den Weltfrieden, nicht für den ökologischen Fußabdruck, nicht gegen Atomkraft, ich bin nicht auf der Suche nach Gott, nicht auf der Suche nach mir selbst. Alle diese Ziele und Botschaften mögen sinnvoll sein und erstrebenswert, ich aber schlage eine andere Richtung ein. Ich will ohne konkrete Absicht gehen, will offen bleiben, will mich treiben lassen, aber auch bestimmte Orte und Menschen aufsuchen. Meiner Erfahrung nach, beginnt eine gewinnbringende Veränderung dort, wo die Botschaft aufhört, wo es um die reine Beobachtung geht, um klare Gedanken, die nichts von vornherein ein oder ausschließen. Es geht um’s unterwegs sein.